Erstes gemeinsames Turnfest der beiden Turngaue Bingen und Mainz in Sprendlingen

Neue Wege bestreiten die beiden sehr aktiven Turngaue Mainz und Bingen mit dem gemeinsamen Turnfest. „Das ist eine Premiere“ freuten sich die beiden Vorsitzenden Kerstin Bub (Mainz) und Volker Freudenberger (Bingen). Am Austragungsort in Sprendlingen, der Sportanlage „Am Weiher“, fanden die Wettkämpfer ideale Bedingungen sowohl in der Turnhalle als auch auf dem Sportplatz vor. Der Ausrichter, die TSG Sprendlingen unter Federführung von Sabin Köhler, tat alles, um den Teilnehmern und den Zuschauern ein angemessenes Ambiente zu bieten.

Etwas zu gut meinte es dagegen die Sonne, „am heißesten Tag zu turnen oder zu laufen ist gewiss nicht einfach“ waren sich die Veranstalter im Vorfeld klar. Und so wurde kurzerhand versucht, die Wettkampfzeitpläne zu straffen, genügend Trinkpausen einzuplanen und Abkühlung mittels Wasserschlauch anzubieten.

Und so traten am Samstag mehr als 200 Gerätturner aus 16 Vereinen in der IGS-Turnhalle an die vier Geräte, während am Sonntag insgesamt  130 Wahlwettkämpfer sowie die reinen Leichtathleten am Start waren. Jüngste Teilnehmerin war die 3 jährige Sara Corbo, wettkampferfahren dagegen schon die SDC12087 319jährige Inke Krieg.

Am Samstag galt es für die Turnerinnen am Boden, Balken, Reck und Sprung verschiedene Pflichtübungen zu zeigen, „maximal P4 für die jüngsten sowie die P6 für die älteren Jahrgänge ist wählbar“ so die Wettkampleitung. Für die Turner dagegen war der Parallelbarren das vierte Gerät. Erstaunlich gute Leistungen boten die Sportler unter den gegebenen Wetterbedingungen, „draußen ist es aber immer noch wärmer als hier in der Halle“ so Bub aufmunternd. Der Balken war an diesem Tag das oft vielgepriesene Zittergerät und entschied so über die ein oder andere Platzierung. Beste Einzelleistung bei den Jungen erturnte mit 58,85 Zählern Lukas Windisch vom TuS Gau-Bischofsheim. In den jüngeren Jahrgängen taten sich besonders die Turner des TV Bingen hervor, wie Luca Lunkenheimer oder Felix Wenz.  Bei den Turnerinnen übertraf die 60er Punktmarke Merle Lütkemeier vom TSV Schott Mainz. „Die Bandbreite an Leistungen war hoch, aber genau das macht das Turnfest auch aus“ so die einhellige Meinung der Veranstalter.

Am Sonntag wurden früh morgens die Leichtathletik Disziplinen der Wahlwettkämpfer bestritten, „jetzt ist es noch aushaltbar“ so Sabine Köhler von der TSG Sprendlingen. Nach drei Disziplinen waren die reinen Leichtathleten mit ihrem Wettkampf fertig. Hier waren die Teilnehmer aus Mombach, Sprendlingen, Nieder-Hilbersheim und Bingen erfolgreich. Nach zwei Disziplinen turnten die Wahlwettkämpfer noch an zwei Turngeräten ihre Pflichtübungen. Zudem durfte als fünftes Gerät zwischen Minitrampolin oder Seilspringen gewählt werden. „Das Seilspringen hat Spaß gemacht, wir mussten möglichst oft in 30 Sekunden hüpfen. Ich habe 70 geschafft“ war die spätere Turnfestzweite Catharina Schwarz de Campos über das neue Angebot des Wahlwettkampfes begeistert.

Bei den Jungs erreichte der Ober-Olmer Janek Altenkirch mit 50,95 Punkten Einzelbestleistung, bei den Frauen war mit 65,38 Zählern Inke Krieg (TSV Schott) erfolgreich.

SDC12129Die ausgeschriebenen Pendelstaffeln wurden aufgrund der tropischen Temperaturen und der intensiven Sonneneinstrahlung vom Sportplatz kurzfristig in die Halle verlegt, was aber organisatorisch souverän gemeistert wurde. Dadurch kamen alle Beteiligten in den Genuss, vor einer großen Zuschauerkulisse zu laufen und die lautstarke Unterstützung war ihnen sicher.

Am Ende zweier erlebnisreicher Wettkampftage war im männlichen Bereich der TV Bingen erfolgreichster Verein, bei den weiblichen Teilnehmerinnen stellte der TSV Schott Mainz seine Dominanz mit ebenfalls fünf Turnfestsiegerinnen unter Beweis. Auch der Ausrichter, die TSG Sprendlingen, errang insgesamt fünf Siege im Wahlwettkampf bzw. in der Leichtathletik.

Eine sehr zügige Wettkampfauswertung an beiden Tagen gelang Verona Engelmann (TG Bingen) und Hartmut Scherner (TG Mainz), eine wahre gemeinsame Turngauleistung der beiden Ehrenämtler. Und so durften sich alle Teilnehmer über ihre Urkunde sowie die neu gestaltete Turngau Medaille freuen. „Dies war eine sehr gute Premiere, und im nächsten Jahr darf es ruhig etwas weniger warm sein“ waren sich alle Beteiligten nach zwei langen, aber erfolgreichen Sporttagen einig.

Tanja Eich und Andrea Knaf